Tagetes · Blumen

Tagetes pflanzen

18–22 °CKeimtemperatur
7–14 TageKeimdauer
25 × 20 cmPflanzabstand
JaFrostempfindlich

Aussaat- & Erntezeiten

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VorziehenDirektsaatAuspflanzenErnte

Einführung

Tagetes pflanzen und säen

Die Tagetes (Tagetes) – im Volksmund Studentenblume oder Sammetblume – ist eine der pflegeleichtesten und am längsten blühenden Sommerblumen überhaupt. Von Juni bis zum ersten Frost überzieht sie das Beet mit leuchtend gelben, orangefarbenen und rotbraunen Blüten, praktisch ohne Pause und ohne Ansprüche.

Tagetes sind aber weit mehr als hübsch: Sie sind ein Klassiker der Mischkultur. Ihre Wurzeln scheiden Stoffe aus, die schädliche Nematoden (Fadenwürmer) im Boden bekämpfen – deshalb pflanzt man sie gezielt zwischen Gemüse, besonders zu Tomaten und Kartoffeln. Sie sind also Zierde und Nützling in einem.

Als einjährige, wärmeliebende Pflanze wird die Tagetes jedes Jahr neu gesät oder als Jungpflanze gesetzt – dafür blüht sie unermüdlich und sät sich oft selbst wieder aus.

Kurz zusammengefasst: Vorziehen ab März oder Direktsaat nach den Eisheiligen; Blüte von Juni bis zum ersten Frost. Einjährig, frostempfindlich, sonnig. Bewährter Mischkulturpartner gegen Nematoden.

Pflege

Tagetes richtig pflegen

Tagetes sind ausgesprochen anspruchslos. Sie gedeihen an sonnigen bis halbschattigen Standorten auf normalem, durchlässigem Gartenboden – überdüngen sollte man sie nicht, das fördert Blattmasse auf Kosten der Blüten.

Vorgezogen werden sie ab März auf der Fensterbank (Keimung schnell, in einer Woche), ausgepflanzt oder direkt gesät wird nach den Eisheiligen, denn Frost vertragen sie nicht. Als Lichtkeimer die Samen nur dünn bedecken.

Gegossen wird regelmäßig, aber maßvoll – an die Wurzel, nicht über die Blüten, denn feuchte Blütenköpfe faulen leicht (Grauschimmel). Tagetes vertragen kurze Trockenheit besser als Dauernässe.

Der eine Pflegeschritt, der den Unterschied macht, ist das Ausputzen: Verblühtes regelmäßig entfernen. Das verhindert die Samenbildung und regt die Pflanze zu immer neuen Blüten an – so blüht die Tagetes bis zum Frost durch. Wer sie als Gründüngung im Gemüsebeet nutzt, arbeitet die Pflanzen im Herbst einfach in den Boden ein, wo sie ihre nematodenhemmende Wirkung entfalten.

Ernte

Tagetes: Blüte, Schnitt und Samen

Bei der Tagetes steht nicht die Ernte, sondern die Dauerblüte im Vordergrund – und die hält man durch konsequentes Ausputzen in Gang.

Als Schnittblume eignen sich vor allem die hohen, großblütigen Sorten (Studentenblumen im engeren Sinn): Stiele morgens schneiden, sie halten in der Vase gut eine Woche. Der charakteristische, würzige Duft ist nicht jedermanns Sache, im Beet aber gerade der Grund, warum manche Schädlinge Abstand halten.

Samen gewinnen ist bei Tagetes besonders einfach: Einige Blüten ausblühen und vertrocknen lassen, dann die länglichen, schwarz-weißen Samen aus den trockenen Köpfen schütteln und trocken lagern. Aus ihnen wächst im nächsten Jahr wieder eine Fülle von Pflanzen – Tagetes sät sich oft sogar von selbst aus. Bei gefüllten F1-Hybriden fällt die Nachzucht allerdings uneinheitlich aus.

Ein Nebennutzen: Die Blüten einiger Arten sind essbar (z. B. die der Gewürz-Tagetes 'Tagetes tenuifolia') und eignen sich als essbare, leicht würzige Dekoration für Salate. Bei Zuchtsorten sicherheitshalber die Essbarkeit prüfen.

Tipps

Tipps und Tricks für den Tagetesanbau

  • Ausputzen für Dauerblüte: Der wichtigste Handgriff. Verblühtes regelmäßig entfernen, dann blüht die Tagetes bis zum Frost durch.
  • Als Nematoden-Schutz pflanzen: Zwischen Tomaten, Kartoffeln und Gemüse gesetzt, bekämpfen die Wurzeln schädliche Fadenwürmer im Boden.
  • Nicht überdüngen: Zu viel Stickstoff bringt Blätter statt Blüten.
  • Von unten gießen: Feuchte Blütenköpfe faulen leicht.
  • Schnecken im Blick behalten: Junge Tagetes gehören zu den Lieblingsspeisen von Schnecken – die ersten Wochen schützen.
  • Samen leicht selbst gewinnen: Trockene Köpfe ausschütteln – funktioniert bei samenfesten Sorten hervorragend, sie versamen sich oft selbst.
  • Als Beeteinfassung: Niedrige Sorten sind ideal für Beetkanten und Kübel.
  • Gefüllte für Optik, ungefüllte für Insekten: Ungefüllte Sorten sind wertvoller für Bienen.

Schädlinge & Krankheiten

Schädlinge und Krankheiten an Tagetes

Tagetes sind robust und werden von vielen Schädlingen sogar gemieden – ihr würziger Duft wirkt abschreckend. Zwei Ausnahmen gibt es aber.

  • Schnecken: Die große Ausnahme – ausgerechnet die duftende Tagetes gehört zu den Lieblingsspeisen von Schnecken. Junge Pflanzen werden gern über Nacht abgefressen. Manche Gärtner nutzen Tagetes sogar bewusst als 'Ablenkungspflanze', um Schnecken vom Gemüse wegzulocken. Jungpflanzen konsequent schützen.
  • Grauschimmel (Botrytis): Verblühte, feuchte Blütenköpfe faulen und schimmeln grau, vor allem bei Nässe und in dichten Beständen. Regelmäßig ausputzen, von unten gießen, luftig pflanzen.
  • Blattläuse / Spinnmilben: Bei Trockenheit und Hitze möglich; meist unkritisch, Nützlinge fördern.
  • Echter Mehltau: Selten, bei dichtem Stand. Ausdünnen.

Abgesehen von den Schnecken ist die Tagetes eine der problemlosesten Sommerblumen – und im Gemüsebeet wirkt sie durch ihre nematodenhemmenden Wurzeln und ihren Duft sogar aktiv als Pflanzenschutz für ihre Nachbarn.

Sorten

Tagetes-Sorten im Überblick

'Tagetes' umfasst mehrere Arten mit unterschiedlichem Charakter:

  • Studentenblume / Aufrechte Tagetes (Tagetes erecta, z. B. 'Kilimandscharo'): Hoch (bis 90 cm), mit großen, oft dicht gefüllten, pomponartigen Blüten – die klassische Schnitt- und Beetblume.
  • Sammetblume / Niedrige Tagetes (Tagetes patula, z. B. 'Durango', 'Bonita'): Kompakt (20–40 cm), buschig, sehr blühfreudig – ideal für Beeteinfassungen, Kübel und Mischkultur. Oft rotbraun-gelb gezeichnet.
  • Gewürz-Tagetes / Feinblättrige Tagetes (Tagetes tenuifolia, z. B. 'Lemon Gem', 'Tangerine Gem'): Zierlich, feinlaubig, mit vielen kleinen Blüten und essbarem, zitrusartigem Aroma – für Salate und als lockere Beetfüllung.
  • Duftlose Sorten: Für alle, denen der typische Tagetes-Geruch nicht zusagt.

Für die Mischkultur im Gemüsebeet werden meist niedrige Sammetblumen (Tagetes patula) verwendet – sie gelten als besonders wirksam gegen Nematoden. Für die Vase eignen sich die hohen Studentenblumen, für essbare Blüten die Gewürz-Tagetes. Samenfeste Sorten lassen sich mühelos selbst vermehren.